Allright Umfrage
Die wahren Kosten von Flugproblemen
Flugverspätungen und Annulierungen belasten Reisende nicht nur finanziell, sondern auch emotional. Wir zeigen, wie hoch die wahren Kosten sind und warum Reisenden mehr als nur eine Entschädigung zustehen sollte.
Flugprobleme kosten mehr als Zeit
Wenn ein Flugproblem persönliche Momente zerstört
Ein verspäteter oder annullierter Flug ist selten nur ein logistisches Problem. Für viele Reisende bedeutet er, dass sie einen Moment verpassen, der sich nicht einfach nachholen lässt: eine Familienfeier, ein wichtiges Meeting, den Start in den Urlaub, ein langersehntes Wiedersehen oder einen privaten Termin, auf den sie sich gefreut haben.
Genau deshalb sind Flugprobleme so belastend. Es geht nicht nur um Warten am Gate oder eine neue Verbindung. Es geht um Unsicherheit, Stress, verlorene Planung und das Gefühl, in einer wichtigen Situation allein gelassen zu werden.
Diese Seite erklärt, welche Folgen Flugprobleme für Reisende haben können, welche Rechte Ihnen zustehen und warum es sich lohnt, Ihren Fall nicht einfach abzuhaken.
Verlorene Zeit. Verpasste Chancen.
37 Prozent verpassen wichtige persönliche Momente
Flugreisen sind oft mit wichtigen Ereignissen verbunden. Menschen fliegen nicht nur von einem Flughafen zum anderen. Sie fliegen zu Geburtstagen, Hochzeiten, beruflichen Terminen, Familienbesuchen, Urlauben, Dates, Abschieden oder Wiedersehen.
Wenn ein Flug sich stark verspätet oder gar ausfällt, kann genau dieser Moment verloren gehen.
Eine Befragung von Allright zeigt: 37 Prozent der von Flugproblemen betroffenen Reisenden haben wegen einer Verspätung oder Annullierung einen wichtigen persönlichen Moment verpasst. Dazu gehörten unter anderem Familienfeiern, private Verabredungen und berufliche Termine.

Sie verpassen nicht nur einen Flug. Sie verpassen Momente, die nicht wiederkommen.

Wenn Reisepläne Menschen betreffen
Was Reisende durch Flugprobleme wirklich verpassen
Nicht jeder Moment lässt sich umbuchen. Für viele Reisende wurde eine Flugverspätung oder Annullierung genau deshalb zu mehr als nur einem Ärgernis. Im Folgenden zeigen wir, welche persönlichen und beruflichen Ereignisse durch Flugprobleme besonders häufig verpasst wurden.
Zeit und Geld
Flugprobleme verursachen auch zusätzliche Kosten
Neben dem emotionalen Stress entstehen oft zusätzliche Ausgaben. Wer am Flughafen strandet, muss vielleicht Essen und Getränke kaufen, ein Hotel buchen, Transfers bezahlen oder eine alternative Verbindung organisieren.
Auch diese Kosten erhöhen den Druck. Die Reise wird nicht nur komplizierter, sondern oft auch teurer als geplant.
Laut der Befragung gaben viele Betroffene zusätzliches Geld wegen Flugverspätungen oder Annullierungen aus, etwa für Verpflegung, Hotelübernachtungen, Transfers oder alternative Verbindungen.

Verpasst ist manchmal endgültig
Warum Flugprobleme emotional so belastend sind
Ein Flugproblem bringt viele Menschen in eine Situation, in der sie kaum Kontrolle haben. Sie warten auf Informationen, stehen in Schlangen, suchen nach Alternativen und wissen oft nicht, ob sie ihr Ziel noch rechtzeitig erreichen.
Hinzu kommt: Viele Reisende fühlen sich in genau diesen Momenten nicht ausreichend unterstützt. Laut der Allright-Befragung fühlten sich 5 von 10 Reisenden bei einer Flugstörung völlig alleingelassen.
Dieses Gefühl kann besonders belastend sein, wenn man eigentlich dringend irgendwo sein müsste. Während am Flughafen nur von Verspätung, Umbuchung oder Boarding die Rede ist, geht es für Betroffene oft um viel mehr: um verpasste Nähe, verpasste Chancen und verlorene Sicherheit.
Sie verpassen nicht nur einen Flug. Sie verpassen Momente, die nicht wiederkommen.

Eine Nacht auf Feldbetten
Stefan und Anke Gurks Story
Anke und Stefan hatten eine Pauschalreise auf die Kanareninsel La Palma gebucht. Über Weihnachten und Silvester wollten sie dort dem Weihnachtstrubel entkommen. Die Reise war gut geplant und über einen vertrauten Reiseveranstalter gebucht. Am 3. Januar wollten sie entspannt die Heimreise antreten. Doch aus einer geplanten Rückreise wurde ein Erlebnis, das sie auch Monate später noch beschäftigt.
Erst verspätet, dann ungewiss
Am 3. Januar brachte der organisierte Transfer Anke und Stefan planmäßig vom Hotel zum Flughafen La Palma. Dann die Nachricht: Der Flug nach Berlin war verspätet. Als neue Abflugzeit wurde 18.01 Uhr angezeigt.
Zunächst klang es noch nach einer Verzögerung, mit der man irgendwie umgehen kann. Doch schon bald wurde klar, dass es nicht bei einer normalen Verspätung bleiben würde.
Nach fast einer Stunde Wartezeit im Flugzeug kam schließlich die nächste Information: Der Flug werde heute nicht mehr starten. Alle müssten wieder aussteigen, auch das Gepäck werde wieder ausgeladen. Die Airline werde in der App mitteilen, in welchen Hotels die Passagiere übernachten könnten.
Doch nur wenige Minuten später änderte sich die Situation erneut. Nun hieß es, jeder solle sich selbst um ein Hotel kümmern oder sich an das Bodenpersonal wenden.
Keine Hotels, keine Hilfe, keine Verantwortung
Gegen 20 Uhr erhielten Anke und Stefan eine Textnachricht der Airline. Der Flug müsse wegen Einschränkungen der Flugsicherung am Zielflughafen über Nacht verschoben werden. Reisende sollen auf Anweisungen des Bodenpersonals warten. Doch genau dieses war nicht zu sehen.
Weil weiterhin kein verantwortlicher Ansprechpartner vor Ort war, rief Stefan die Notfallnummer des Reiseveranstalters an und hing erst eine halbe Stunde in der Warteschleife.
Gegen 21.15 Uhr standen Anke und Stefan immer noch in der Ankunftshalle. „Wir standen müde und hungrig mit dem Gepäck in der Hand herum und niemand wusste, wie er die Nacht verbringen sollte“, beschreibt Stefan die Situation.
Die Nacht verbrachten sie auf Feldbetten im Flughafen
Statt eines Hotelzimmers kamen kurz vor Mitternacht Feldbetten vom Roten Kreuz. Anke, Stefan und andere gestrandete Reisende durften eine Fläche neben der Gepäckabfertigung am Check-in nutzen, um dort die Feldbetten aufzustellen.
„Gut geschlafen hat unter diesen Umständen vermutlich kaum jemand“, sagt Stefan. Schon um 5.30 Uhr begann im Terminal wieder der normale Betrieb.
Auch am nächsten Tag blieb die Situation belastend. Der neue Abflug war erst für 16 Uhr angekündigt und so mussten die beiden den gesamten Tag am Flughafen verbringen.

Fast 24 Stunden später zurück in Berlin
Mit fast genau 24 Stunden Verspätung kamen Anke und Stefan schließlich Sonntagnacht in Berlin an.
Die Folgen: Anke, die in einer Kita arbeitet, konnte am Montagmorgen nicht wie geplant zur Arbeit erscheinen und musste sich einen weiteren Tag Urlaub nehmen.
Auch für Stefan hatte die Verspätung Folgen: Einen geplanten Physiotherapie-Termin am Montag konnte er nicht wahrnehmen, weil beide zu diesem Zeitpunkt noch mit dem Zug unterwegs waren.
Dazu kamen zusätzliche Kosten: Das bereits bezahlte Hotelzimmer in Berlin von Samstag auf Sonntag blieb ungenutzt. Stattdessen mussten sie ein weiteres Zimmer von Sonntag auf Montag buchen. Hinzu kamen Ausgaben für Verpflegung, eine verfallene Sitzplatzreservierung im ICE und weitere Unannehmlichkeiten.
Auch Monate später sitzt der Frust tief
Besonders belastend war für Anke und Stefan nicht nur der Flugausfall selbst. Was sie bis heute nicht verstehen, ist der Umgang mit den Reisenden. Sie hätten sich vor allem eines gewünscht: einen Ansprechpartner der Airline vor Ort.
Stattdessen hatten sie das Gefühl, sich selbst überlassen zu sein. Keine klare Betreuung durch die Airline.
Für Anke und Stefan bleibt vor allem dieses Gefühl zurück: Nach einem wunderschönen Urlaub wurden sie am Ende der Reise genau dann allein gelassen, als sie Hilfe am dringendsten gebraucht hätten.
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Weitere Erfahrungsberichte
Nicht nur Stefan und Anke verpassten durch ihren annullierten Flug wichtige Momente und verschwendeten viel Zeit und Zusatzskosten. Auch zahlreiche andere Passagiere erlitten ähnliche Momente - dies sind ihre Geschichten.
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Zwei annullierte Flüge, keine klare Hilfe und am Ende neun Stunden im FlixBus: Rüdigers Rückreise von Zagreb nach München wurde zur Belastungsprobe.
Statt Unterstützung von der Airline zu bekommen, musste er selbst nach einer Lösung suchen. Seine Geschichte zeigt, wie schnell aus einem gestrichenen Flug Unsicherheit, Stress und das Gefühl entstehen können, völlig alleingelassen zu sein.
Claudias Heimweg wurde zur Belastungsprobe
Claudia hatte ihre Rückreise bewusst mit Anschlussflug gebucht, um aus San Diego schnell und stressfrei nach Hause zu kommen. Doch nach Verspätung, Streik-Chaos und einem annullierten Weiterflug wurde daraus genau das, was sie vermeiden wollte: eine siebenstündige Zugfahrt nach einem Langstreckenflug.
Am Ende blieben verlorene Zeit und abgesagte Folgetermine, sowie das Gefühl, im entscheidenden Moment allein gelassen worden zu sein.
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Am Ende kamen die beiden so spät an, dass ihr geplanter Nachmittag in Dublin ausfallen musste — ein bitterer Start in eine Reise, die eigentlich entspannt beginnen sollte.
Disclaimer
Alle Angaben zu dieser Umfrage basieren auf zuverlässigen Daten; sie erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Befragt wurden zwischen dem 28. April 2026 und dem 6. Mai 2026 500 Personen, die von einem Flugproblem (Verspätung und/oder Stornierung) betroffen waren.
